Radtour durch Oberneuland: Verkehrssicherheit, Zebrastreifen und bessere Mobilität im Fokus

Soeren Helms "Ich möchte ein Verkehrskonzept statt Tempo Flickwerk für die Oberneulander Landstraße" Mit Ihrer Stimme für den Beirat Oberneuland bei den Beiratswahlen am 14. Mai geben Sie mir die Chance mich dafür einzusetzten.

Im Rahmen einer Radtour hat der Beirat Oberneuland verschiedene Punkte im Stadtteil direkt vor Ort in Augenschein genommen. Ziel war es, konkrete Problemstellen und Entwicklungsmöglichkeiten im Bereich Verkehr, Sicherheit und Mobilität zu bewerten – nicht am Schreibtisch, sondern dort, wo sich Alltag tatsächlich abspielt: auf Straßen, Wegen und an Kreuzungen.

Gemeinsam mit dem Fachausschuss für Stadtteilentwicklung, Umwelt, Mobilität und Landwirtschaft des Beirats Oberneuland im Stadtteil unterwegs.

Zebrastreifen an der Grundschule: Ermessensspielraum nutzen

Ein zentrales Thema war die Querungssituation an der Kreuzung Rockwinkler Heerstraße / Oberneulander Landstraße im Bereich von Grundschule und Kirche.

Aus Sicht des Beirats stellt sich hier ganz konkret die Frage:
Warum soll ein Zebrastreifen (Fußgängerüberweg) gerade an dieser sensiblen Stelle nicht möglich sein?

Die bisherige Begründung – unter anderem fehlende Aufstellflächen – überzeugt nicht. Entscheidend ist nicht, ob die Situation heute optimal ist, sondern ob sie durch geeignete Maßnahmen sicher gestaltet werden kann.

Gerade hier eröffnet die aktuelle Entwicklung im Straßenverkehrsrecht neue Möglichkeiten:
Mit der Novelle der Straßenverkehrsordnung wurde der Ermessensspielraum der Behörden erweitert. Es geht nicht mehr allein um starre Zahlen oder formale Schwellenwerte, sondern um eine fachlich begründete Bewertung des tatsächlichen Querungsbedarfs.

Und dieser ist im Bereich von Schule und Kirche offensichtlich gegeben.

Ich habe dazu bereits einen eigenen Vorschlag erarbeitet, wie sich die Situation an der Kreuzung verbessern und eine sichere Querung ermöglichen lässt. Diese Überlegungen werden nun weiter konkretisiert und in die politische Diskussion eingebracht.

Verkehrssicherheit beginnt beim Fußverkehr – besonders für Kinder

Die Diskussion um den Zebrastreifen zeigt exemplarisch, worum es im Kern geht:
Verkehrssicherheit für Fußgängerinnen und Fußgänger – insbesondere für Kinder.

Gerade Schulwege müssen so gestaltet sein, dass sie:

  1. intuitiv nutzbar sind
  2. klare Querungspunkte bieten
  3. und tatsächlich Sicherheit vermitteln

Eine Verlagerung von Querungen an weniger geeignete Stellen hilft dabei nicht. Entscheidend ist, dass sich Infrastruktur am realen Verhalten orientiert.

Wohnpark Oberneuland: Eingriffe und Abwägungen

Ein weiterer Punkt der Radtour war die geplante Zuwegung zum Wohnpark Oberneuland an der Franz‑Schütte‑Allee.

Hier wird es zu einem Eingriff in den bestehenden Krokusstreifen kommen. Das ist aus städtebaulicher Sicht nicht wünschenswert, wird im Rahmen der Erschließung aber vermutlich schwer zu vermeiden sein.

Umso wichtiger ist es, solche Maßnahmen kritisch zu begleiten und möglichst verträglich zu gestalten.

ÖPNV in Oberneuland: Mehr als nur ein Wartehäuschen

Ein großes Thema – das in der öffentlichen Diskussion oft zu kurz kommt – ist der öffentliche Nahverkehr in Oberneuland.

Die Situation an der Haltestelle im Büropark ohne Wartehäuschen mag auf den ersten Blick ein Detail sein. Für die täglichen Nutzerinnen und Nutzer ist sie jedoch ein spürbarer Mangel.

Darüber hinaus wurde deutlich:
Die Herausforderungen im Bereich ÖPNV gehen weit darüber hinaus.

Im Fokus stehen insbesondere:

  • die Anbindung des Büroparks
  • die Erschließung neuer Wohngebiete wie des Wohnparks Oberneuland
  • sowie eine bessere Verbindung zum Bahnhof Oberneuland und in den Ortskern

Hier besteht weiterhin Handlungsbedarf. Die Forderung nach einer verbesserten, leistungsfähigen Anbindung – etwa durch schnellere und direktere Verbindungen – ist aus Sicht vieler Beteiligter nachvollziehbar.

Neue Mobilität: Carsharing und Ladeinfrastruktur

Auch neue Mobilitätsformen spielen eine Rolle für die Zukunft Oberneulands.

Diskutiert wurde unter anderem ein möglicher Mobilitätspunkt mit Carsharing und Ladesäule im Bereich „Hol’ Ab“.

Solche Angebote können einen wichtigen Beitrag leisten, um:

  • den privaten Pkw-Verkehr zu reduzieren
  • flexible Mobilität zu ermöglichen
  • und nachhaltige Alternativen zu stärken

Fazit: Oberneuland braucht konkrete Lösungen – vor Ort entwickelt

Die Radtour hat einmal mehr gezeigt:
Die Herausforderungen im Bereich Verkehr und Mobilität in Oberneuland sind vielfältig – aber lösbar.

Entscheidend ist, dass:

  • Probleme klar benannt
  • Möglichkeiten offen geprüft
  • und Ermessensspielräume konsequent genutzt werden

Besonders im Bereich der Verkehrssicherheit – etwa beim Thema Zebrastreifen – braucht es den Mut, bestehende Bewertungen kritisch zu hinterfragen und neue Lösungen zu entwickeln.

Denn am Ende geht es nicht um Regelwerke allein, sondern um die Frage:
Wie bewegen sich Menschen sicher durch ihren Stadtteil – jeden Tag?

Oberneulander Landstraße – Tempo 30 kommt – ein erster Schritt nach Jahren des Stillstands

Soeren Helms "Ich möchte ein Verkehrskonzept statt Tempo Flickwerk für die Oberneulander Landstraße" Mit Ihrer Stimme für den Beirat Oberneuland bei den Beiratswahlen am 14. Mai geben Sie mir die Chance mich dafür einzusetzten.

Heute kam eine Nachricht, die uns hier in Oberneuland seit Jahren begleitet – und oft frustriert hat: Für die Oberneulander Landstraße wird Tempo 30 angeordnet.

Es ist tageszeitlich begrenzt, ja.

Es ist nur ein erster Baustein, ja.

Aber es ist das erste Mal seit Langem, dass wir überhaupt eine konkrete Entscheidung sehen.

Und das hat Gründe. Denn das, was jetzt passiert, ist das Ergebnis von Beharrlichkeit:

  • Von uns Bürgerinnen und Bürgern.
  • Vom Beirat Oberneuland, der sich über Jahre hinweg immer wieder mit dem Thema beschäftigen musste.
  • Von der FDP-Bürgerschaftsfraktion, die das Thema zuletzt mehrfach meinem Wunsch nachgekommen ist, auf Landesebene zu hinterfragen und angefragt hat.

Und von einer ganzen Reihe an Gesprächen, Rückfragen und — teils hartnäckigen — Telefonaten.

Unser Ortsamtsleiter Matthias Kook hat erneut „klinkenputzen“ müssen, damit das Verfahren überhaupt weitergeht. Genau wie wir selbst, die immer wieder bei Behörden und Politik nachhaken mussten.

Dass die Straße nun als erster Standort in Bremen Tempo 30 nach neuem StVO-Recht („hochfrequentierter Schulweg“) erhält, ist kein Zufall. Es ist das Ergebnis von Druck, Ausdauer und klarer Argumentation.

Doch eines bleibt wahr: Tempo 30 löst nicht das Problem, es dämpft nur die Symptome.

Die Straße ist weiterhin marode, gefährlich und unübersichtlich — für Radfahrer, Fußgänger, Kinder, ältere Menschen, Busse und Autofahrer gleichermaßen.Solange die Straße selbst ein Risiko darstellt, ist Sicherheit nur ein Gefühl, kein Zustand.Für mich ist diese Entscheidung deshalb kein Endpunkt, sondern ein Anfang.

Die nächsten Schritte müssen folgen:

✔ Gefahrenstellen entschärfen

✔ akute Schlaglöcher unverzüglich ausbessern

✔ Planung einer echten, umfassenden Straßensanierung beginnen

✔ vorhandene StVO-Instrumente konsequent anwenden

✔ politische Verantwortung einfordern

Wir machen weiter — hartnäckig, verlässlich, gemeinsam.