Es ist eine traurige Nachricht für Oberneuland: Eine alte Eiche muss gefällt werden. Der Baum ist krank und droht auf die Oberneulander Landstraße zu stürzen – ausgerechnet an einem stark frequentierten Schul- und Kindergartenweg.
Umweltbetrieb Bremen (UBB) hat lange versucht, den Baum zu erhalten. Doch die Verkehrssicherheit geht vor. Eigentlich sollte die Fällung bereits bis zum 28. Februar erfolgt sein.
Und hier beginnt das Problem.
Nach aktueller Auskunft wartet der UBB weiterhin auf die notwendige Absperrgenehmigung des Amtes für Straßen und Verkehr (ASV). Solange diese nicht vorliegt, kann nicht gehandelt werden
Wiir sprechen hier nicht über eine Formalie.
Wir sprechen über einen potenziell umsturzgefährdeten Baum an einem Schulweg.
Die Feuerwehr war in den vergangenen zwei Jahren mehrfach vor Ort. Der Handlungsbedarf ist also keineswegs neu. Und dennoch passiert – nichts.
Leider ist dieses Muster bekannt.
Ob kaputtgefahrene Gehwege, mangelhafte Entwässerung entlang der Oberneulander Landstraße oder die abgesackte Fahrbahn rund um Grundschule und Kindergarten – immer wieder warten wir in Oberneuland auf das ASV. Von den katastrophalen Zuständen der Oberneulander Landstraße müssen wir nicht sprecheb. Hier wurde seitens der Senatorin ja auch erst nach Jahrzehnten und massivem medialem und öffentlichem Druck gehandelt. Nicht das auch die Straße vielleicht etwas mit dem ASV zu tun hätte.
ASV heißt warten.
Und warten.
Und warten.
Währenddessen gehen Kinder täglich diesen Weg zur Schule. Ja, es ist bedauerlich, dass diese alte Eiche gefällt werden muss. Jeder Baum, gerade in einem grünen Stadtteil wie Oberneuland, ist wertvoll. Aber wenn Sicherheit gefährdet ist, muss gehandelt werden – zügig und ohne bürokratische Hängepartien.
Die Frage ist nicht, ob gefällt wird.Die Frage ist: Warum dauert selbst das Offensichtliche so lange?Oberneuland braucht keine Ausreden mehr.
Oberneuland braucht funktionierende Abläufe – und Behörden, die handeln, bevor etwas passiert. Die Behlrden sind unsere Behörden, sie sollten für uns arbeiten. Vor allem aber arbeiten!


